Die Traumfeen

Die Traumfeen sind eine Spezies, die ganz für sich allein betrachtet werden muss. Sie sind zwar Zweibeinig, können aber mit ihren libellengleichen Flügeln auch fliegen. Ganz besonders auffällig ist, dass sie nicht auffällig sind. Oder haben sie schon mal eine Traumfee gesehen. Bestimmt nur im Traum, denn da gehören sie ja auch hin.

Sie sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge fast gar nicht sehen kann. Man bemerkt vielleicht einen leichten Reflex vor dem Auge und schon sind sie auch wieder weg. Man muss sich schon ganz genau auf diese Wesen konzentrieren, damit man diesen winzigen Farbklecks vor sich erkennt.

Dementsprechend sind sie auch für uns Menschen praktisch gewichtslos. Landet so eine Fee im Ohr, um etwas Schönes für den Traum einzuflüstern, spüren selbst die Ohrhärchen kaum etwas. Hinter jedem glücklichen Traum steckt bestimmt eine Traumfee oder ein Traumfeer, wie die männliche Variante heißt.

Die Winzigkeit machen sie sich aber auch zu Nutze, um Spionagedienste für Eringus leisten zu können. Man träumt immer die Wahrheit.

Selbstverständlich können Traumfeen auch sprechen. Wie sonst sollten sie uns Menschen etwas Traumhaftes erzählen können. Allerdings, und das ist auch bedingt durch ihre Größe, sind sie so leise, dass man nichts hört. Absolut nichts, selbst wenn sie schreien. Doch ähnlich der Drachen können sie ihre Gedanken hörbar machen. Das klingt dann aber sehr piepsig, meistens.

 

Der ganze Körper dieser Spezies ist in einem Braunton dicht kurz behaart, was vor großer Hitze und Kälte schützt. Lediglich das Gesicht, die Innenseiten der Hände und die Fußsohlen sind freiund offenbaren eine Haut in zartrosa. Da Traumfeen ihren Nachwuchs nicht säugen (Kinder steigen ausgewachsen aus einem Kokon), ist die Brust einfach nur flach. Im Gegensatz zu den braunen Haaren des Oberkörpers ist, nach einer extrem dünnen Taille, der langgestreckte Hinterleib edelsteinfarben strahlend leuchtend. Fast wie ein Glühwürmchen. Praktisch, denn auf diese Weise kennt man sofort den Namen einer Traumfee. Der Unterleib ist deutlich länger als die Beine und dient ihnen beim Stehen als zusätzliche Stütze, denn er ist beweglich und kann nach vorne oder nach hinten gebogen werden.

 

Bis jetzt haben sich Achat, Amethyst, Aquamarin genannt Mari, Axinit, Bernstein, Goldberyll, Jade, Jaspis, Lapislazuli und Obsidian vorgestellt.